Grauer Star – was ist das?
Beim Grauen Star trübt sich die natürliche Linse in Ihrem Auge allmählich ein. Das Licht kann nicht mehr ungehindert auf die Netzhaut fallen – Sie sehen wie durch eine beschlagene Scheibe.
Woran Sie den Grauen Star bemerken
- Das Sehen wird nach und nach verschwommen oder unscharf.
- Sie werden empfindlicher gegen Blendung, zum Beispiel bei Sonne oder beim Autofahren in der Nacht.
- Farben wirken blasser, alles bekommt einen leichten Grauschleier.
- Ihre Brille muss immer häufiger geändert werden, oft in Richtung Kurzsichtigkeit.
Diese Veränderungen kommen langsam, oft über Jahre. Viele Menschen merken erst im Nachhinein, wie stark ihr Sehen nachgelassen hatte.
Warum das passiert
Der Graue Star ist in den allermeisten Fällen eine ganz normale Alterserscheinung. Er betrifft früher oder später fast jeden Menschen. Sie haben nichts falsch gemacht, und Sie können ihn auch nicht durch Schonung, Augentropfen oder eine Brille aufhalten.
Die Linse in Ihrem Auge
Das Bild wird scharf
Das Bild wird unscharf
Schematische Darstellung. Das Auge ist von der Seite gezeichnet, das Licht fällt von links ein.
Was dagegen hilft
Eine getrübte Linse kann nicht wieder klar werden. Die einzige wirksame Behandlung ist, die getrübte Linse zu entfernen und durch eine Kunstlinse zu ersetzen.
Das klingt zunächst nach viel. Tatsächlich ist es einer der häufigsten Eingriffe überhaupt: Weltweit wird er millionenfach im Jahr durchgeführt. Er erfolgt bei uns ambulant, dauert etwa 15 Minuten und ist für die meisten Menschen nahezu schmerzfrei.
Der gute Teil
Weil ohnehin eine neue Linse eingesetzt wird, können wir bei dieser Gelegenheit auch Ihre Fehlsichtigkeit ausgleichen. Wie weit das gehen soll, entscheiden Sie – darum geht es in den nächsten Schritten.